Schnelle vegetarische Kimchi-Tofu-Suppe (Kimchi-Jjigae)
Ein farbenfroher, scharfer und wunderbar wärmender koreanischer Eintopf. Seidentofu, herzhafte Shiitake-Pilze und würziges Kimchi vereinen sich in einer kräftigen Umami-Brühe.
Diese vegetarische Variante des klassischen Kimchi-Jjigae ist die perfekte Lösung für eine schnelle, wohltuende Mahlzeit. Indem wir das Kimchi und die Gewürze kurz anbraten, entfaltet sich ein tiefes, komplexes Aroma, das sonst stundenlanges Köcheln erfordert – ideal also für ein gesundes Abendessen unter der Woche.
Zutaten
- 0.5 bowl scharfes Kimchi, gehackt
- 1 block weicher Tofu oder Seidentofu, gewürfelt
- 1 kleine rote Zwiebel, in Scheiben
- 3–4 Shiitake-Pilze, in Scheiben
- 100 g Weißkohl, gehackt
- 1 handful Mungobohnensprossen
- 2–3 pieces Seetang (Kombu)
- 1 handful frischer Salat oder Blattgemüse
- 2 tbsp feine Chiliflocken (Gochugaru)
- 1 tbsp helle Sojasauce
- 1 tsp Rinderbrühepulver oder Gemüsebrühe
- 1 pinch Zucker
- to taste Salz und MSG (Glutamat)
Zubereitung
- 1Basis-Aromen anbraten

Etwas Öl in einem Topf bei mittlerer Stufe erhitzen. Die roten Zwiebeln und Shiitake-Pilze hinzugeben und andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind und die Pilze ihr Aroma entfalten. Das bildet die herzhafte Grundlage für die Brühe.
Tip: Der Topf sollte vor der Zugabe der Zwiebeln richtig heiß sein, damit alles schön brutzelt und sich die Aromen optimal lösen. - 2Kohl hinzufügen

Sobald Zwiebeln und Pilze duften, den gehackten, rohen Weißkohl untermischen. Den Kohl kurz mitbraten, damit er etwas weicher wird – das intensiviert den späteren Geschmack der Suppe.
Tip: Das kurze Anbraten hilft dabei, die natürliche Süße des Kohls herauszukitzeln, bevor Flüssigkeit dazukommt. - 3Mungobohnensprossen unterheben

Eine Handvoll frische Mungobohnensprossen zusammen mit dem Kohl in den Topf geben. Die Gemüsemischung weiter anbraten, bis das Grün leicht zusammengefallen ist.
Tip: Sprossen garen extrem schnell, daher reicht in diesem Schritt ein kurzes Durchschwenken völlig aus. - 4Kimchi einarbeiten

Eine halbe Schüssel voll gehacktem, scharfem Kimchi zum weich gedünsteten Gemüse geben. Alles gut durchrühren und braten, bis der typische säuerlich-scharfe Duft des Kimchis in die Nase steigt.
Tip: Das Anbraten des Kimchis vor der Zugabe von Wasser vertieft sein Aroma enorm und verleiht der Brühe eine kräftigere Farbe. - 5Mit Salz abschmecken

Die Suppenbasis nun zunächst mit etwas Salz würzen. Die Menge kann ganz den eigenen Vorlieben angepasst werden.
Tip: Bitte daran denken, dass Kimchi und Sojasauce bereits Salz mitbringen – also an dieser Stelle lieber erst einmal sparsam würzen. - 6Helle Sojasauce zugeben

Einen Schuss helle Sojasauce direkt zur Gemüse-Kimchi-Mischung gießen. Sie sorgt nicht nur für die nötige Salzigkeit, sondern bringt auch eine tiefe Umami-Note mit, die wunderbar zur Säure des fermentierten Kimchis passt.
Tip: Die Verwendung von heller statt dunkler Sojasauce hilft dabei, das leuchtende Rot der Kimchi-Suppe zu erhalten. - 7Mit Zucker ausbalancieren

Einen kleinen Löffel weißen Zucker in den Topf geben. Etwas Süße ist bei Gerichten mit Kimchi unerlässlich, da sie die starke Säure und Schärfe ausgleicht und so für eine harmonischere Brühe sorgt.
Tip: Eine Prise reicht meist schon aus; das Ziel ist eine gute Balance der Aromen, nicht eine süße Suppe. - 8Herzhafte Würze ergänzen

Das Rinderbrühepulver einrühren. Das sorgt für einen sofortigen, kräftigen Geschmacksschub und lässt die Brühe trotz der kurzen Kochzeit herrlich tief und sättigend schmecken.
Tip: Für eine rein vegane Variante kann stattdessen ein Würzpulver auf Pilzbasis oder klassische Gemüsebrühe verwendet werden. - 9Umami verstärken

Eine kleine Prise MSG zu den Gewürzen geben. Dadurch werden die natürlichen, herzhaften Noten der Pilze und des Kimchis zusätzlich hervorgehoben und das Geschmacksprofil der Suppe abgerundet.
Tip: MSG ist in vielen professionellen Küchen ein Standard, um noch mehr Geschmackstiefe zu erreichen. Es kann aber auch problemlos weggelassen werden. - 10Chilipulver für die Schärfe

Zwei Löffel des leuchtend roten, feinen Chilipulvers (Gochugaru) in die Mitte des Topfes geben. Das Pulver kurz mit dem Gemüse anrösten. So entfalten sich die intensive Farbe und eine leicht rauchige Schärfe am besten.
Tip: Die Menge an Chilipulver je nach gewünschter Schärfe anpassen. Feines Pulver löst sich in der Brühe leichter auf als grobe Flocken. - 11Mit heißem Wasser ablöschen

Sobald Kimchi und Gewürze intensiv duften, heißes Wasser in den Topf gießen. Durch das heiße Wasser bleibt die Temperatur der angebratenen Zutaten hoch und der Kochprozess zur aromatischen Suppenbasis wird beschleunigt.
Tip: Vorab aufgekochtes Wasser verhindert, dass das Gemüse matschig wird, wie es beim langsamen Aufwärmen mit kaltem Wasser passieren könnte. - 12Seetang hinzugeben

Nachdem die Basis gewürzt und das Wasser hinzugefügt wurde, die dunkelgrünen Seetangblätter in den kochenden Topf geben. Der Seetang verleiht der Brühe eine reiche, herzhafte Umami-Tiefe, die hervorragend zu den scharf-sauren Aromen passt.
Tip: Wer getrockneten Seetang verwendet, sollte diesen vorher gründlich einweichen und abspülen, um überschüssiges Salz oder Sand zu entfernen, bevor er in die Suppe kommt. - 13Tofuwürfel einlegen

Die weißen Tofuwürfel vorsichtig in den Topf gleiten lassen. Der Seidentofu bringt eine besonders zarte Konsistenz mit und saugt die würzige Brühe beim Köcheln perfekt auf.
Tip: Wenn der Tofu vorab für ein paar Minuten in heißes Salzwasser gelegt wird, wird er etwas fester und bricht in der Suppe nicht so schnell. - 14Die Suppe köcheln lassen

Einen Deckel auf den Topf legen und die Suppe für etwa 5 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit können Tofu und Gemüse die Aromen von Kimchi, Seetang und den Gewürzen vollständig in sich aufnehmen.
Tip: Das Köcheln mit geschlossenem Deckel verhindert, dass zu viel Flüssigkeit verdampft, und hält die Temperatur für ein gleichmäßiges Garen konstant. - 15Mit frischem Blattgemüse abschließen

Als letzten Schliff eine Handvoll frischer Salatblätter in die kochende Suppe geben. Sobald die Blätter in der scharfen Brühe leicht zusammengefallen sind, ist die Kimchi-Tofu-Suppe fertig und kann direkt serviert werden.
Tip: Blattgemüse wirklich erst ganz am Ende zugeben. So behält es seine leuchtende Farbe und verkocht nicht.