Hausgemachte handgezogene Nudeln (Lamen)
Meistern Sie die Kunst der elastischen, seidigen Lamen mit nur Mehl, Wasser und Salz – ganz ohne Profi-Ausbildung für perfekte handgezogene Nudeln.
Handgezogene Nudeln, auch bekannt als Lamen, sind das Herzstück vieler asiatischer Gerichte und werden für ihre einzigartige Textur und ihren rustikalen Charme geschätzt. Im Gegensatz zu maschinell hergestellten Varianten beruhen diese Nudeln auf der natürlichen Entwicklung des Glutens durch gezielte Ruhephasen und Knetvorgänge. Diese traditionelle Methode verwandelt einfache Vorratszutaten in einen geschmeidigen Teig, der sich in jede beliebige Form ziehen lässt – von breiten Bändern bis hin zu feinen Fäden.
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 260 g kaltes Wasser
- 3 g Salz
- to taste zusätzliches Mehl zum Bestäuben
Zubereitung
- 1Mehl und Wasser vermengen

Gießen Sie das kalte Wasser nach und nach in die Schüssel mit dem Mehl und dem Salz. Benutzen Sie Stäbchen, um die Mischung während des Gießens kontinuierlich umzurühren. Dieser Prozess hilft dem Mehl, die Feuchtigkeit gleichmäßig aufzunehmen und kleine Teigklumpen zu bilden, was das spätere Kneten erleichtert und trockene Stellen verhindert.
Tip: Kaltes Wasser ist der Schlüssel für dieses Rezept, da es hilft, die Glutenentwicklung zu kontrollieren. So bleiben die Nudeln bissfest und lassen sich später leichter ziehen. - 2Erstes Kneten des Teigs

Sobald sich das Mehl zu Klumpen verbunden hat, beginnen Sie, die Mischung direkt in der Schüssel mit den Händen zu kneten. Bearbeiten Sie den Teig so lange, bis das gesamte lose Mehl eingearbeitet ist und eine feste, leicht unebene Kugel entsteht. Hören Sie auf zu kneten, sobald der Teig nicht mehr an Ihren Händen oder der Schüssel klebt.
Tip: Keine Sorge, wenn der Teig jetzt noch etwas klumpig aussieht; nach der Ruhephase wird er deutlich glatter. - 3Den Teig ruhen lassen

Decken Sie die Schüssel mit einem Deckel ab und lassen Sie den Teig 10 bis 30 Minuten ruhen. Diese Phase ist essenziell, damit sich das Gluten entspannen kann und das Mehl die Feuchtigkeit vollständig absorbiert, was die Dehnbarkeit für den nächsten Knetdurchgang massiv verbessert.
Tip: Falls Sie keinen passenden Deckel haben, nutzen Sie Frischhaltefolie, damit der Teig nicht austrocknet und keine harte Haut bildet. - 4Zweites Kneten für Geschmeidigkeit

Nehmen Sie den Deckel ab und kneten Sie den Teig ein zweites Mal. Sie werden merken, dass er nach dem Ruhen viel geschmeidiger und dehnbarer geworden ist. Kneten Sie so lange weiter, bis die Oberfläche fein, glatt und durchgehend gleichmäßig strukturiert ist.
Tip: Das Kneten bis zur absoluten Glätte ist entscheidend; verbleibende Klumpen führen später dazu, dass die Nudeln beim Ziehen reißen. - 5Elastizität prüfen

Nach der zweiten Ruhephase ist die Elastizität des Teigs sehr hoch. Kneten Sie ihn kurz durch, bis er völlig glatt ist. Um die Konsistenz zu testen, ziehen Sie ein Stück des Teigs nach oben; er sollte sich leicht und flüssig dehnen lassen, ohne zu reißen – ein Zeichen für perfekt entwickeltes Gluten.
Tip: Wenn der Teig sich fest anfühlt oder zurückschnappt, lassen Sie ihn weitere 10 Minuten ruhen. Geduld ist hier das wichtigste Werkzeug. - 6Den Teig ausrollen

Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rollen Sie die Teigkugel mit einem Nudelholz zu einer gleichmäßigen Platte von etwa 0,5 cm Dicke aus. Achten Sie auf eine einheitliche Stärke, damit alle Nudeln die gleiche Garzeit haben.
Tip: Drücken Sie nicht zu fest; arbeiten Sie mit stetigem, gleichmäßigem Druck, um den Teig nicht zu beschädigen. - 7Letzte Ruhepause

Decken Sie die gesamte Teigplatte sorgfältig mit Frischhaltefolie ab. Lassen Sie sie ein letztes Mal für 10 bis 15 Minuten ruhen. In dieser Phase entspannt sich das Gluten final, wodurch sich die Streifen später ohne Widerstand ziehen lassen.
Tip: Stellen Sie sicher, dass die Folie luftdicht abschließt, damit die Oberfläche nicht rau wird. - 8Oberfläche bemehlen

Entfernen Sie die Folie und bestäuben Sie die Oberseite der Teigplatte mit einem Mehlsäckchen oder Sieb. Tragen Sie eine dünne, gleichmäßige Schicht auf. Dieses trockene Mehl verhindert, dass die geschnittenen Streifen wieder zusammenkleben.
Tip: Ein feinmaschiges Sieb funktioniert genauso gut wie ein Mehlsäckchen, um eine perfekt gleichmäßige Schicht zu erhalten. - 9Teig in Streifen schneiden

Schneiden Sie die bemehlte Teigplatte mit einem scharfen Messer in lange, gleichmäßige Streifen. Die Breite können Sie nach Vorliebe wählen: breiter für Bandnudeln oder schmaler für dünne Lamen.
Tip: Nutzen Sie eine saubere, drückende Schnittbewegung statt einer Sägebewegung, damit die Kanten der Streifen glatt bleiben. - 10Nudeln ziehen und dehnen

Nehmen Sie einen einzelnen Teigstreifen auf und ziehen Sie ihn direkt nach dem Schneiden vorsichtig nach außen. Der gut vorbereitete Teig wird sich geschmeidig dehnen und zu einer frischen Nudel werden. Wiederholen Sie dies für alle Streifen.
Tip: Ziehen Sie die Nudeln erst unmittelbar bevor Sie sie in den Topf geben; frisch gezogen garen sie am besten.